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Durch Ayurveda zur Vita Sana

Acht Fragen an Ayurvedaspezialist Claudio Setti

„Manchmal muss die fixe Idee erst abgebaut werden, um das annehmen zu können, was man wirklich braucht.“ 

Wie viel Ayurveda steckt in der Setti-Methode?

Die Setti-Methode ist ein ganzheitliches Konzept, bestehend aus einem sehr breiten Repertoire an Massage- und Körperbehandlungstechniken, Atemtechniken, Tai-Yoga – einer Mischung aus Tai Chi und Yoga - und gezielter Ernährungsbegleitung. So ist auch Ayurveda eine ganzheitliche Philosophie, die in unsere Angebote mit einfließt – um nicht zu sagen, sie von Grunde auf mit gestaltet.

Mit Theodor Falser, dem Küchenchef, und in enger Zusammenarbeit mit Dr. Piergiorgio Chiereghin haben wir dieses Rundum-Programm mit Körperanwendungen, Ernährungsgestaltung und gezieltem Einsatz von Kräuterprodukten entwickelt. Den Rahmen dazu hat uns Frau Kohler mit ihrem Vertrauen und ihrer Unterstützung geschaffen.

Ein Yin und Yang mitten im Rosengartengebiet?

Ja. Wir vereinen fernöstliche Philosophien mit schulmedizinischen Gesundheitspraktiken: Ayurveda – „das Wissen vom Leben“ - würde ich dabei als die Mutter, den femininen Zugang zur Gesundheitsgestaltung sehen. Während ich die TCM, also die traditionelle chinesische Medizin, und speziell Tuina, die manuelle chinesische Behandlungstechnik, als den maskulinen, väterlichen Zugang zur Körperarbeit bezeichnen würde. Wir kombinieren einzelne Elemente daraus zu einem holistischen Gesundheitskonzept – immer im Einklang mit den Qualitäten der Südtiroler Jahreszeiten. Ja, man könnte es tatsächlich so nennen: das Yin und Yang der abendländischen Heilkunst.

Wie findet man hin zu den eigenen Bedürfnissen?

Oft kommen die Gäste mit ganz klaren Ideen zu uns. Nach einem ersten Anamnese-Gespräch stellt sich allerdings häufig heraus, dass vordergründig ganz andere Themen anzugehen wären. Zum Beispiel das „Basisch-Werden“ - welches fundamental für einen gesunden Körper ist. Manchmal treten auch emotionale Themen auf, die im Alltag eher im Schatten gehalten werden. Wenn sie ins Bewusstsein treten, durch unsere Behandlungen oder auch durch kleine Hinweise oder Fragen, setzt sich bereits ein Wahrnehmungsprozess in Gange. Diesen begleiten wir hier auf sehr vielen Ebenen, mit viel Beobachtung und Einfühlungsvermögen.

Sich auf den Menschen einstellen … Wie wichtig ist das Erstgespräch?

Sehr wichtig. Wenn wir einen professionellen Behandlungszyklus einleiten, wie z. B. eine Ayurveda-Kur oder eine Basenwoche in Kombination mit therapeutischen Behandlungen, muss der Mensch in seiner Gesamtheit betrachtet werden. Dazu liegt in den Zimmern künftig ein Vorbereitungsbogen auf, der uns dabei helfen wird schneller festzustellen, wo der Gast gesundheitlich steht. Im Erstgespräch werden dann auch Körperhaltung, Sprechweise – ja, die Gesamterscheinung jedes Menschen analysiert. Daraus sammeln wir wichtige Informationen, die für eine professionelle Betreuung relevant sind. Durch eine Augendiagnose können außerdem auch mögliche Schwächen im Organismus festgestellt werden.

In den Augen lesen?

Aus den Augen kann man sehr viel ablesen! Durch eine Irisdiagnose in der Erstanamnese können wir beispielsweise feststellen, ob sich auf der Gewebestruktur der Iris kleine Flecken oder Ablagerungen zeigen – diese weisen darauf hin, dass jemand zu viele Kohlenhydrate oder Fette zu sich nimmt. Anhand all der Informationen, die wir beim Erstgespräch und der Augendiagnose sammeln, entwickeln wir den Ernährungsplan. Viel Gemüse, Kräuter, reinigende Gewürze, kein Knoblauch, so wenig Salz wie möglich. Begleitet wird dieses Gesamtprogramm von Kräutertees und Ingwersud.

Welche speziellen Ayurveda-Behandlungen bietet ihr an?

Wir arbeiten beispielsweise mit Kräuterstempeln, die dank Melisse, Weißdorn oder grünem Tee einen entgiftenden Prozess einleiten. Mit warmen Sesam-, Mandel- und Kokosölen begleiten wir die Massagen, aktivieren Akkupressurpunkte und die Meridianströme. Dadurch werden energetische Ungleichgewichte gelöst und dürfen sich in eine neue und erfrischende Balance bringen. Sprich, die Energie wird freigesetzt und durch den Körper geleitet. In den verschiedenen Ayurveda-Behandlungszyklen wie der Panchakarma-Kur wird auch der Stirnguss eingesetzt - ein warmer Ölfaden, der auf das sechste Chakra fließt und es aktiviert.

Ist jeder Gast ein individueller Typ?

Natürlich. Jeder Mensch vereint sie in sich - die drei Typen: Vata, Pitta, Kapha – die Doshas. Der Begriff stammt aus dem Sanskrit, darunter verstehen sich Qualitäten, die die individuellen geistigen als auch körperlichen Konstitutionen definieren und somit im gesamten Organismus wirken. Bei den meisten Menschen dominiert eines dieser drei „Feuer“. Unser Ziel ist es, die Harmonie der Doshas herzustellen, dadurch den Körper zu revitalisieren und das ganze System Mensch auch präventiv zu behandeln.
Das Behandlungsprogramm, das wir mit jedem Gast individuell entwickeln, baut in mehreren Schritten aufeinander auf: Dabei kommen die verschiedenen Techniken ohne methodische Einschränkung zum Einsatz. Von der Bioenergetik bis zu ostheopathischen Handgriffen, oder eben den speziell ayurvedischen Anwendungen – die Individualität des Gastes, nennen wir es seine Typenkombination, zählt.

Ist die Arbeit am Körper also auch eine Arbeit am emotionalen Körper?

In der Ausbildung zum Tuina-Masseur habe ich gelernt, dass 80 % der körperlichen Beschwerden auf emotionale Ursachen zurückzuführen sind. Damals war ich sehr skeptisch – heute, nach so vielen Jahren der Berufserfahrung, würde ich sagen, es sind noch viel mehr!
Es ist wichtig zu sagen, dass unsere therapeutischen Anwendungen Teil eines großen Ganzen sind, eines kompletten Gesundheitssystems. Und was in unseren Behandlungen noch zählt, ist: „Di godersi la vita“ - „Das Leben mit voller Hingabe genießen“.


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